WTT-Baudurchführung

WTT Baudurchführung

Je nach den geologischen und geohydrologischen Verhältnissen im Gebirge kann ein Tunnelvortrieb in konventionellem Ausbruch mit Sprengvortrieb oder ein Bau mit Tunnelvortriebsmaschinen (z. B. Herrenknecht-Tunnelvortriebstechnik AG, Schwanau) erfolgen. Der Vortrieb mit einer Tunnelvortriebsmaschine liegt bei durchschnittlich 300 m pro Monat bzw. 12 bis 15 m/d. Wegen der Tunnellänge sollte der Angriff gleichzeitig an mehreren Stellen erfolgen. Zusätzlich können an geeigneten Stellen Schächte bzw. Rampen für den Abtransport des Ausbruchmaterials sowie den Antransport der Tübbinge gebaut werden.

Zeitachse

Für die Planung (Machbarkeitsstudie, Identifizierung des Trägers des Vorhabens, technische Planung, Untersuchung von Alternativen mit Kosten-Nutzen-Vergleich, Untersuchung der Umweltverträglichkeit, Ausgleichsmaßnahmen, etc.) ist eine Zeitspanne von 3 bis 5 Jahren anzunehmen. Parallel dazu erfolgt die Planung der Baudurchführung und der Finanzierung des Vorhabens. Die Dauer der Planfeststellung ist erfahrungsgemäß nur schwer kalkulierbar, dürfte aber 3 bis 5 Jahre beanspruchen. Von großer Bedeutung für die zeitliche Entwicklung sind mögliche Klagen gegen die Planfeststellung des WTT.

Die Bauzeit für den Tunnel dürfte etwa 10 Jahre für den Tunnelrohbau betragen. Dabei wird angenommen, dass die beiden Tunnelröhren gleichzeitig an 8 Stellen in Angriff genommen werden. Der Einbau der technischen Ausrüstung (Gleisbau, Stromversorgung, Signaltechnik, etc.) wird mit 3 bis 4 Jahren angenommen. Für den Komplettausbau bzw. die betriebsfertige Herstellung sind insgesamt 12 bis 15 Jahre zu veranschlagen. Die Testphase für den Güterzugverkehr nach komplettem Ausbau vor Aufnahme des regulären Bahnbetriebs ist mit etwa 1 Jahr anzunehmen.