Aktuelles

Dezember 2016

Der Bundestagsabgeordnete Sebastian Hartmann (SPD, Mitglied des Bundesverkehrsauschusses) sieht gute Chancen für den Bau einer Güterverkehrs-Neubaustrecke zwischen Köln und Mainz, wobei er sich auf das Bundesverkehrsministerium beruft. Diese Strecke habe ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis, sofern die Kosten unter 8 Milliarden Euro blieben. Quelle: General-Anzeiger Bonn 3./4.12.2016

September 2016

Eine der letzten Demonstrationen gegen den Bahnlärm der Güterzüge im Mittelrheintal fand in Koblenz am 03.09.2016 statt.

April 2016

Politiker und andere Personen des öffentlichen Lebens haben an den Bundesverkehrsminister Dobrindt geschrieben mit der Bitte, die Güterzugstrecke für das Mittelrheintal im Bundesverkehrswegeplan 2030 vom potentiellen zum vordringlichen Bedarf herauf zu stufen. Hier das Schreiben:

Schreiben an den Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, bezüglich der Ergänzung zum Bundesverkehrswegeplan 2030 vom 29. April 2016

Sehr geehrter Bundesminister,
die Landräte und Oberbürgermeister der besonders vom Bahnlärm betroffenen Landkreise und kreisfreien Städte des Mittelrheintals aus Rheinland-Pfalz und Hessen haben mit großer Enttäuschung und tiefer Sorge dem Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 entnehmen müssen, dass bis 2030 keine Güterzug-Alternativstrecke für das Mittelrheintal als vordringlich, sondern nur als potentieller Bedarf eingestuft wurde. In Verantwortung für unsere bereits heute von unerträglichem Bahnlärm betroffenen Menschen wenden wir uns mit der dringlichen Bitte an Sie, in dieser, für die Zukunft des Mittelrheintals so existenziellen Entscheidung, umzudenken. Unsere einzigartige Region wird nur dann weiterhin eine positive Entwicklung nehmen können, wenn die aufgrund des Bahnlärms bereits heute eingetretenen negativen Entwicklungen wie massive Gesundheitsgefährdung der Bahnanwohner, Wegzug der jungen Generation und damit einhergehende Überalterung, Verlust der Lebens- und Wohnqualität, zunehmende Beschädigung des touristischen Angebotes, Wertminderung von Grundstücken und Immobilien, rasche und wirksame Lösungen erfahren. Dies kann nur gelingen, wenn neben der Umsetzung von kurz- und mittelfristigen Maßnahmen zur Minderung des Bahnlärms, der Güterzugverkehr durch den Bau einer wie auch immer gearteten Güterzug-Alternativstrecke in absehbarer Zeit aus dem engen Mittelrheintal verlagert werden kann. Sehr geehrter Herr Bundesminister, mit diesem Schreiben verbinden wir die große Hoffnung, aber auch nachdrückliche Erwartung, dass Sie im Rahmen einer Ergänzung des Bundesverkehrswegeplans 2030 den für die Zukunft unwiederbringlichen Natur- und Kulturlandschaft und seiner Menschen überlebensnotwendigen Bau einer Alternativtrasse, die den Mittelrhein vom Güterzugverkehr befreit, doch als vordringliche Maßnahme in den Bundesverkehrswegeplan 2030 aufnehmen.
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Alexander Saftig, Landrat, Landkreis Mayen-Koblenz
Rainer Kaul, Landrat, Landkreis Neuwied
Dr. Jürgen Pföhler, Landrat, Landkreis Ahrweiler
Frank Puchtler, Landrat, Rhein-Lahn-Kreis
Dr. Marion Bröhr, Landrat, Rhein-Hunsrück-Kreis
Claus Schick, Landrat, Landkreis Main-Bingen
Burkhard Albers, Landrat, Rheingau-Taunus-Kreis
Professor Dr. Joachim Hofmann-Göttig, Oberbürgermeister, Stadt Koblenz
Sven Gerich, Oberbürgermeister, Stadt Wiesbaden
Michael Ehling, Oberbürgermeister, Stadt Mainz
Manfred Sattler, Präsident, IHK Koblenz
Dr. Engelbert J. Günster, Präsident IHK Rheinhessen
Gereon Haumann, Präsident, Dehoga Rheinland-Pfalz
Kurt Krautscheid, Präsident, Handwerkskammer Koblenz
Hans-Jörg Friese, Präsident, Handwerkskammer Rheinhessen

März 2015

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat eine Studie zum Schienenverkehr im Rheingebiet in Auftrag gegeben. Am 10.03.2015 wurde der Abschlussbericht der Büros BVU/ITP/sma zum Thema „Entwicklung einer verkehrlichen Konzeption für den Eisenbahnkorridor Mittelrheinachse-Rhein/Main – Rhein/Neckar – Karlsruhe“ vorgelegt. Darin sind auch mögliche Alternativstrecken für den Schienengüterverkehr im sogenannten Nordkorridor (Mittelgebirgsstrecke) untersucht worden.

Dezember 2014

Der Ausbau der S-Bahn-Linie S 13 zwischen Troisdorf und Bonn-Oberkassel ist im Dezember 2014 vertraglich vereinbart. Für die Investitionen an der 14 km lange Strecke werden ca. 500 Mio. € veranschlagt. Die Inbetriebnahme soll 2026 erfolgen.